Muffigen Geruch aus Wäsche entfernen und dafür sorgen, dass er wegbleibt
Muffiger Geruch geht aus Wäsche heraus, indem Sie die Stücke noch einmal waschen, so warm wie das Pflegeetikett erlaubt, und sie danach zügig und vollständig trocknen. Kommt der Geruch trotzdem wieder, liegt die Ursache selten im Stoff, sondern in der Waschmaschine, am Trockenplatz oder im Schrank, und dort muss man ansetzen.
Von der Redaktion von Bester Aroma-DiffuserAktualisiert am 29. September 20266 Min. Lesezeit

Kurz gesagt
- Muffige Wäsche heiß nachwaschen, wo das Etikett es zulässt, mit Pulver-Vollwaschmittel statt Weichspüler, und sofort nach dem Waschgang aufhängen.
- Bleibt der Geruch, sitzt er meist in der Maschine: Türdichtung, Einspülkasten und Flusensieb reinigen, danach einen heißen Leerlauf fahren.
- Ein Duft kommt zum Schluss, wenn Wäsche, Maschine und Schrank trocken sind; er ergänzt frische Luft, er ersetzt sie nicht.
Woher der muffige Geruch kommt
Muffig riecht Wäsche, wenn sie zu lange feucht bleibt. In feuchtem Stoff vermehren sich Bakterien und Schimmelpilze, und deren Stoffwechsel riecht nach Keller. Fast immer steckt eine dieser Ursachen dahinter, oft mehrere zusammen.
- Die Wäsche lag nach dem Waschgang stundenlang in der geschlossenen Trommel, bevor sie aufgehängt wurde.
- Sie trocknet in der Wohnung zu langsam, weil die Stücke dicht an dicht hängen, das Fenster zu bleibt oder der Raum ohnehin feucht ist.
- Die Waschmaschine hat einen Biofilm in der Türdichtung, im Einspülkasten oder am Flusensieb, der bei jedem Waschgang mitgespült wird.
- Es wird fast nur bei niedrigen Temperaturen und mit Flüssigwaschmittel gewaschen, das keine Bleiche enthält; Ablagerungen werden dann nicht abgebaut.
- Die Trommel war überladen, sodass Wasser und Waschmittel die Wäsche nicht richtig durchdringen konnten.
- Der Schrank ist feucht, weil er an einer kalten Außenwand steht oder weil die Wäsche noch klamm eingeräumt wurde.
Wenn nur einzelne Stücke riechen, etwa Handtücher oder Sportkleidung, liegt es meist an der Wäsche selbst. Riecht dagegen jede Ladung leicht dumpf, sobald sie feucht wird, sollten Sie zuerst bei der Maschine nachsehen.
Betroffene Wäsche noch einmal waschen
Ein zweiter Waschgang bei derselben niedrigen Temperatur bringt selten etwas. Entscheidend sind Wärme, ein Waschmittel mit Bleiche, genug Platz in der Trommel und ein schnelles, vollständiges Trocknen danach.
- Sortieren Sie nach Pflegeetikett. Baumwollhandtücher, Bettwäsche und Unterwäsche vertragen meist 60 Grad, Buntes und Synthetik oft nur 40 oder 30 Grad. Das Etikett geht vor, nicht die Gewohnheit.
- Waschen Sie so heiß, wie das Etikett erlaubt, und nehmen Sie Vollwaschmittel in Pulverform. Es enthält Bleiche, die Gerüche und Ablagerungen abbaut. Für Buntes und Empfindliches bleibt es beim Colorwaschmittel.
- Geben Sie etwas Natron oder Waschsoda zum Waschmittel in die Trommel, wenn der Geruch hartnäckig ist. Beides hilft, Fett- und Schweißreste zu lösen.
- Beladen Sie die Trommel locker. Die Wäsche muss sich im Wasser bewegen können, sonst wird sie nur angefeuchtet statt gewaschen.
- Lassen Sie Weichspüler weg. Er legt einen Film über die Fasern, unter dem Gerüche bleiben, und macht Handtücher auf Dauer weniger saugfähig.
- Nehmen Sie die Wäsche sofort nach dem Programmende heraus und hängen Sie sie mit Abstand auf, am besten draußen in Wind und Sonne oder in einem Raum mit offenem Fenster.
Synthetische Sportkleidung und dicke Frotteehandtücher halten Gerüche besonders fest. Weichen Sie solche Stücke vor dem Waschen in kaltem Wasser mit Natron ein und waschen Sie sie dann wie oben. Haushaltsessig im Weichspülerfach ist ein verbreiteter Tipp und neutralisiert Waschmittelreste; nehmen Sie normalen Haushaltsessig, keine Essigessenz, und schauen Sie in die Anleitung Ihrer Maschine, denn manche Hersteller raten wegen der Gummidichtungen davon ab.
Die Waschmaschine reinigen, damit es nicht wiederkommt
Wenn frisch gewaschene Wäsche schon beim Herausnehmen dumpf riecht oder die Maschine bei geöffneter Tür nach Keller riecht, sitzt die Ursache im Gerät. Vier Stellen sind betroffen.
| Stelle | Was sich dort sammelt | So reinigen Sie |
|---|---|---|
| Türdichtung (Gummifalte) | Wasser, Flusen, Haare, dunkler Belag in der Falte | Falte umklappen, mit Tuch und etwas Spülmittel oder Allzweckreiniger auswischen, trocken nachwischen |
| Einspülkasten | Verklebte Waschmittelreste, Schimmel an der Decke des Schachts | Schublade ganz herausziehen, in warmem Wasser einweichen, abbürsten; Schacht mit einer Bürste reinigen |
| Flusensieb | Flusen, Kleingeld, stehendes Restwasser | Klappe unten öffnen, Wasser in eine flache Schale ablassen, Sieb herausdrehen und abspülen |
| Trommel und Laugenbehälter | Biofilm, den man nicht sieht | Leerlauf im heißesten Baumwollprogramm mit Pulver-Vollwaschmittel oder einem Maschinenreiniger nach Packungsangabe |
Danach kommt es auf Gewohnheiten an. Lassen Sie Tür und Einspülkasten nach jedem Waschgang offen, damit das Innere abtrocknet. Fahren Sie regelmäßig eine heiße Ladung mit Pulver, etwa Handtücher oder Bettwäsche, statt immer nur kalt mit Flüssigwaschmittel. Dosieren Sie nach Wasserhärte und Verschmutzung, wie auf der Packung angegeben, denn zu viel Waschmittel bleibt als Rest in der Maschine und nährt den Belag.
Trocknen und Aufbewahren ohne Feuchtigkeit
Wäsche, die in der Wohnung trocknet, gibt ihr Wasser an die Raumluft ab. Bleibt das Fenster zu, hängt der Wäscheständer stundenlang in feuchter Luft, und das Trocknen zieht sich hin. Hängen Sie die Stücke mit Abstand auf, wählen Sie den Raum mit dem besten Luftaustausch und lüften Sie mehrmals kurz mit weit geöffnetem Fenster statt dauerhaft auf Kipp. Ein Trockner, wo der Stoff ihn verträgt, verkürzt die kritische Zeit am deutlichsten.
In den Schrank kommt nur, was ganz durchgetrocknet ist. Ein Handtuch, das sich außen trocken anfühlt, kann im Saum noch klamm sein; im Zweifel länger hängen lassen. Der Schrank selbst braucht Abstand zur Wand, vor allem zu einer Außenwand, und ab und zu eine offene Tür. Zeigen sich an der Rückwand dunkle Flecken, ist der Schrank zu feucht; dann muss die Ursache behoben werden, bevor neue Wäsche hineinkommt.
Ein Säckchen mit getrocknetem Lavendel oder ein Stück Zedernholz zwischen der Wäsche ist erlaubt, sobald alles trocken ist. Es duftet nur im Fach und ersetzt keine Reinigung. Für das Zimmer, in dem die Wäsche trocknet, gilt dasselbe in größer: erst Luftaustausch, dann Duft. Auf unserer Startseite zeigen wir, welcher Aroma-Diffuser zu welcher Raumgröße passt.
Duft erst zum Schluss
Ein Aroma-Diffuser gehört ans Ende dieser Reihenfolge, nicht an den Anfang. Solange die Maschine einen Belag hat oder die Wäsche zu langsam trocknet, mischt sich der Duft nur mit dem Muffigen, und das Ergebnis riecht schlechter als beides für sich. Ist die Ursache weg, ist ein leichter Duft im Hauswirtschaftsraum, im Bad oder im Schlafzimmer eine Ergänzung, die viele als angenehm empfinden.
Für solche Räume passen frische Noten wie Zitrone, Bergamotte oder eine leise Lavendelnote besser als schwere Süße. Halten Sie die Stufe niedrig; ein Raum, der nach frischer Wäsche riechen soll, verträgt keinen Duft, der schon im Flur auffällt. Welche Geräte dafür infrage kommen und was sie im Monat an Duft kosten, steht in unserer Kaufberatung zu Aroma-Diffusern.
Ob es geklappt hat, zeigt eine einfache Probe. Feuchten Sie ein frisch gewaschenes Handtuch kurz mit warmem Wasser an und riechen Sie daran. Riecht es neutral, ist die Wäsche in Ordnung; riecht es dumpf, fangen Sie oben in dieser Liste noch einmal an.
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